Deutschland - Chiesa del Gesù Evangelico Luterana

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Ein evangelischer Gottesdienst wurde in Rom erstmals 1817 von einer kleinen jungen Gemeinde unter großer Geheimhaltung gefeiert. Diese trat 1871, als Rom zur Hauptstadt Italiens wurde, mit dem Bau einer eigenen Kirche an die Öffentlichkeit.
Nach den Wünschen von Kaiser Wilhelm II. sollte die Kirche ein deutlich protestantisches Aussehen haben. Und tatsächlich wurde der deutsche Architekt Franz Schwechten, der bereits die Gedächtniskirche in Berlin gebaut hatte, mit dem Projekt beauftragt. Er holte Baumaterialien aus den mitteldeutschen Städten, die mit Luthers Leben verbunden waren, und stattete den Glockenturm mit einer Kopie der Glockengruppe der Wittenberger Schlosskirche aus. Wegen des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs wurde das neue Gotteshaus jedoch erst 1922 geweiht.
Johannes Paul II. war 1983 der erste Papst, der diese Stätte besuchte, gefolgt von seinen Nachfolgern, Papst Benedikt XVI. im Jahr 2010 und Papst Franziskus im Jahr 2015.