Die Geschichte der vier internationalen Heiligtümer

21 November 2023

 

Am Samstag, den 11. November, endete das 2. Internationale Treffen der Heiligtumsrektoren und Heiligtumsmitarbeiter mit dem Titel "Das Heiligtum: Haus des Gebets. Auf dem Weg zum Jubiläum 2025".  Fünf Jahre nach dem letzten Treffen kamen rund 600 Teilnehmer aus der ganzen Welt, insgesamt waren 43 Länder vertreten.

Die Vorträge der dreitägigen Konferenz boten sehr interessante Einblicke in diese "privilegierten Orte des Gebets und der Begegnung mit Christus", wie es S.E. Msgr. Rino Fisichella, Pro-Präfekt des Dikasteriums für Evangelisierung, das die Veranstaltung organisiert hat, formulierte. Neben den 285 Teilnehmern aus Italien waren 78 Rektoren und Mitarbeiter der Heiligtümer aus den Philippinen, 45 aus Frankreich und 31 aus Brasilien anwesend. Unter anderem kamen auch Vertreter aus Vietnam, Senegal, Madagaskar, Uganda, Haiti, Ecuador, Südkorea, Chile, Burundi und Argentinien nach Rom. Nach Europa mit 380 Teilnehmern war Asien der zweite Kontinent mit den meisten Teilnehmern (100).

Gäste des Treffens waren auch Fr. Richard Gibbons, Fr. Emmanuel Edeh, Fr. Mary Joseph Kwangseog Han und Fr. Reynante Tolentino, die Rektoren der vier internationalen Heiligtümer in Knock, Irland, Elele, Nigeria, Haemi, Korea und Antipolo, Philippinen.

 

Knock International Shrine

Das Internationale Heiligtum von Knock, dem Pater Gibbons vorsteht, ist die meistbesuchte katholische Kultstätte in Irland.  Das Heiligtum wurde in Knock nach einer Erscheinung im Jahr 1879 errichtet. Die Heilige Jungfrau Maria wird dort unter dem Titel 'Our Lady of Knock' verehrt. Eine kirchliche Untersuchungskommission erkannte 1936 die Erscheinung als glaubwürdig an und genehmigte den Kult. 1979 besuchte Papst Johannes Paul II. anlässlich der Hundertjahrfeier das Heiligtum, dem er sehr verbunden blieb. Bei dieser Gelegenheit schenkte er dem Heiligtum die päpstliche Goldene Rose.

 

 

Elele International Shrine

Pater Emmanuel Edeh ist Rektor und Gründer des Heiligtums in Elele, Nigeria. Es ist ein Pilgerziel, das jedes Jahr Millionen von Gläubigen, nicht nur vom afrikanischen Kontinent, empfängt. Es ist sehr aktiv bei der Organisation von Exerzitien, Seminaren und geistlicher Begleitung sowie bei der Unterstützung der Ärmsten. Das Heiligtum, das Jesus dem Erlöser gewidmet ist, ist ein Leuchtturm der Hoffnung, der alle willkommen heißt, mit dem Ziel, die Liebe der katholischen Kirche für die Ärmsten spürbar zu machen und ihnen Trost zu spenden.

 

 

Haemi International Shrine

Das Heiligtum in Haemi, Südkorea, war bei dem Treffen durch Pater Mary Joseph Kwangseog Han, dem Rektor, vertreten. Es befindet sich etwa 280 Kilometer von der Hauptstadt Seoul entfernt und

und ist seit März 2021 vom damaligen Päpstlichen Rat zur Förderung der Neuevangelisierung aufgrund seiner Bedeutung als Gedenkstätte als internationaler Wallfahrtsort anerkannt. An diesem Ort wurden zwischen 1866 und 1882 mehr als 2.000 koreanische Märtyrer, die sich zum christlichen Glauben bekehrt hatten, verhaftet und hingerichtet. Zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert erlitten Tausende von Katholiken in Korea den Märtyrertod. Die größte Verfolgung fand 1866 statt, bei der etwa 8.000 Märtyrer in die Geschichte eingingen.

 

Antipolo International Shrine

Das Nationalheiligtum Unserer Lieben Frau vom Frieden und der Guten Reise in Antipolo, Philippinen, wird von Pater Reynante Tolentino geleitet. Offizieller Sitz ist auch die Kathedrale der Stadt und der gleichnamigen Diözese. Im Heiligtum wird eine Statue der Muttergottes verehrt, die die Unbefleckte Empfängnis darstellt und vom Generalgouverneur Juan Niño de Tabora auf die Philippinen gebracht wurde. Er brachte die Statue 1626 von Mexiko an Bord der Galeone El Almirante über den Pazifik. Die Reise verlief ohne Zwischenfälle, was auf die Anwesenheit der Marienstatue im Schiff zurückgeführt wurde, das daraufhin den Titel "Unsere Liebe Frau des Friedens und der Guten Reise" erhielt.